Du sitzt mit einem Kaffee in der Hand in der Sonne. Anstatt einfach mal präsent den Moment zu geniessen, hast du mal wieder dein Handy in der Hand und beantwortest die Nachrichten deiner Kunden. (Schliesslich willst du so schnell wie möglich antworten, denn du möchtest ja, dass sie zufrieden mit dir sind…)
Und auch beim Abendessen mit der Familie kreisen deine Gedanken immer wieder um das nächste Projekt, das du unbedingt noch optimieren möchtest.
Dieses ständige „On“-Sein zehrt langsam aber sicher an deinen Energiereserven.
Du weisst, dass du mal abschalten und entspannen solltest, aber es will dir einfach nicht gelingen.
Der eigentliche Grund warum du nicht abschaltest, obwohl du es eigentlich willst
Obwohl du längst Feierabend hast, bist du mit deinen Gedanken immer wieder bei der Arbeit. “Eigentlich könnte ich ja XY noch kurz erledigen.” Nichtstun verursacht ein schlechtes Gewissen. Dabei könntest du längst deine Freizeit geniessen.
Warum schafft unser Kopf oftmals den Switch zwischen Feierabend und Beruf nicht?
Wir alle tragen viele verschiedene Rollen in unserem Leben:
Du bist gleichzeitig in deiner Berufsrolle, Partnerin, vielleicht Mutter. Und irgendwo dazwischen auch noch du selbst.
Das Problem ist allerdings nicht, dass du zu viele Rollen hast, sondern dass du sie nie wirklich verlässt.
Im besten Falle können wir unsere Rollen klar wechseln und im Kopf loslassen.
Die Realität sieht meist aber anders aus:
Obwohl wir bereits Feierabend haben, stecken unsere Gedanken noch bei der Arbeit.
Obwohl wir vielleicht gerade mit Freunden Zeit verbringen, denken wir noch an all die Dinge, die erledigt werden sollten.
Und solange deine Gedanken und v.a. Emotionen nicht loslassen können, wirst du nicht richtig zur Ruhe kommen.
Und das gilt es zu trainieren.
1. Atme bewusster für die Regulation deines Nervensystems
Stress versetzt unseren Körper in Alarmbereitschaft. Das Erste, womit unser Körper reagiert, ist unsere Atmung: Sie wird flacher und schneller.
Also lass uns beginnen, hier entgegenzuwirken.
Tiefes, bewusstes Atmen signalisiert dem Körper, dass Entspannung möglich ist: “Du bist sicher.“
Damit wird Stress reduziert und das Wohlbefinden verbessert.
Dies zeigt sich auf mehreren Ebenen:
Körperlich: Deine Organe arbeiten effizienter, die Durchblutung wird angeregt und Müdigkeit nimmt ab.
Mental: Die Konzentration und Denkfähigkeit verbessern sich, die Kreativität wird gesteigert und das Gehirn bleibt auch in herausfordernden Situationen leistungsfähig.
Emotional: Tiefes Atmen fördert innere Ruhe, Ausgeglichenheit und Stressresistenz.
Besonders wichtig ist dabei das bewusste Ausatmen, da es hilft, Spannungen zu lösen und den natürlichen Atemfluss wiederherzustellen.
Eine bewusste Tiefenatmung ist also ein guter Start, um wieder zur Ruhe zu kommen:
Setze oder lege dich dazu bequem hin.
Schliesse gern die Augen, um so Aussenreize auszublenden.
Fokussiere dich auf deine Atmung und spüre nach.
Dann vertiefe sie Atemzug für Atemzug.
Spüre bewusst nach, was verändert sich?
Diese Übung hilft besonders gut, um sich nach stressigen Situationen wieder zu erden
2. Lenke deinen FOKUS und steuere deine innere Realität
Konzentration und Fokuslenkung sind unser stärkstes Fundament.
Die Ablenkung im Aussen wird in der heutigen Zeit immer mehr. Mehr Druck, mehr Leistungsanspruch, mehr offene Tasks. Genau diese Flut im Aussen führt dazu, dass die Gedanken nie zur Ruhe kommen.
Indem wir es schaffen unseren Fokus wieder mehr auf uns selbst zu richten, können wir uns von dem Gedankenkarussell lösen und wieder zurück in den Moment finden.
Teste diese einfache, aber effektive Übung aus dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren):
Fokuslenkung mit dem VAKOG- System
Nimm dir 1-2 Minuten und geniesse mit allen Sinneskanälen den Moment:
V – visuell: Was sehe ich?
A – auditiv: Was höre ich?
K – kinästhetisch: Was fühle ich?
O – olfaktorisch: Was rieche ich?
G – gustatorisch: Was schmecke ich?
Indem du deine Aufmerksamkeit mal ganz bewusst auf deine Sinneswahrnehmung lenkst, setzt du den ersten Impuls für ein präsenteres Leben.
Fazit
Entspannung passiert nicht, wenn dein Alltag ruhiger wird,
sondern wenn du lernst, in dir selbst wieder Ruhe zu erzeugen.